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Cloettapreis_2004_Nr_32

Grundlagenforschung in der Schweiz kommt, für die klinische Forschung auszunützen und den Verschiebungen von klinischen Forschungsstellen auf Routineklinikstellen entgegenzuwirken. Laut Daniel Scheidegger sind z.B. Bestrebungen im Gange, auch bei den nationalen Forschungskompetenzzentren (NCCR), die historisch be- dingt mehr auf biomedizinische Grundlagenforschung als auf klinische patientenorientierte Forschung ausgerichtet sind, da und dort etwas stärker auf klinisch relevante Fragestellungen auszurichten. Noch direkter wird die klinische Forschung von einer Initiative des Nationalfonds profitieren. Kürzlich wurde dort eine Untergruppe für patientenorientierte klinische Forschung (PaKliF) mit eigenem Budget eingeführt. Damit werden grosse Kohorten-Studien über gewisse Krankheiten durchführbar. Dies zum Teil nach dem Vorbild der Schweizer HIV- und AIDS-Kohorten-Studie, an der sich einer unserer Preisträger, Prof. Amalio Telenti, federführend beteiligte. Die Stiftung Prof. Dr. Max Cloëtta wird sich immer wieder dafür einsetzen, nicht nur hervorragend qualifizierten biomedizinischen Grundlagenforschern eine akademische Karriere zu ermöglichen, sondern auch Medizinern für fünf Jahre die Freiheit zu geben, innovative Forschung zu betreiben und während dieser Zeit nicht von der klinischen Routine erdrückt zu werden. Mit dieser Starthilfe sind sie in darauf folgenden Abschnitten ihrer Karriere in der Lage, international anerkannte klinische Forschung – wenn nicht selber durchzuführen – so doch kompetent motivieren und leiten zu können. Unsere Preisträger sind dieses Jahr beide Mediziner und auch klinisch tätig. Beide haben sich aber auch in biomedizinischen Grundlagen- fächern ausbilden lassen. Der eine hat seine Dissertation in Biochemie gemacht, der andere mit einer Zusatzpromotion in Mikrobiologie ab- geschlossen. Mit dieser Doppelausbildung haben sie, jeder für sich, den Grundstein für ihre bahnbrechenden Arbeiten gelegt, die nun zweifels- ohne der Klinik zugute gekommen sind. Professor Amalio Telenti ist Direktor und Médecin chef vom Institut de Microbiologie am CHUV in Lausanne. Er hat als erster den Grund für die Resistenz von Tuberkulose-Erregern gegen drei verschiedene 7

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