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Cloettapreis_2004_Nr_32

befreien und ihnen damit mehr Forschungsfreiraum zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit Andrew von Eschenbach, dem neuen Direktor des nationalen Krebsinstituts (USA) werden nun Aktionen – auch mit ACS-Geldern – in dieser Richtung unternommen. Dass dasselbe Problem auch bei uns in der Schweiz vorhanden ist, steht ausser Zweifel. So kam auch der Wissenschafts- und Technologierat in einem Bericht vor zwei Jahren zum Schluss, dass die patientenorien- tierte klinische Forschung Mühe hat, mit der Qualität der biomedizi- nischen Grundlagenforschung mitzuhalten. Die Parameter sind aber teil- weise doch verschieden, und andere Gründe, vor allem in der Schweiz, beeinträchtigen unsere internationale Konkurrenzfähigkeit, wie z.B. die begrenzte Anzahl von Patienten, die für eine aussagekräftige Studie über eine spezifische klinische Fragestellung rekrutiert werden müssten. Für jede forschungsfördernde Stiftung oder Organisation wäre es ein Einfaches, bei der Beurteilung der Qualität der Gesuche allein auf den «Impact», d.h. den Beachtungsgrad der Forschungsarbeiten, zurückzu- greifen. Eine solche, rein bibliometrische Betrachtungsweise ist aber gerade in der Schweiz gefährlich, da die Schweiz mehrere biomedizi- nische Grundlagenfächer aufweist, die weltweit die Nummer eins (in Biologie und Biochemie sowie Immunologie) oder hinter den USA die Nummer zwei (in Molekularbiologie und Genetik) auf dem Rücken tragen. In einem Vergleich mit den klinischen Fächern könnten damit nur medizinische Grundlagengesuche gefördert und honoriert werden. Die Stiftung Prof. Dr. Max Cloëtta hat deshalb schon kurz nach ihrer Startphase begonnen, ihren Preis in der Regel in einen eher klinisch orientierten und einen eher grundlagenforschungsorientierten Preis auf- zuteilen. Auch bei den Forschungsstellengesuchen widmen wir den klinisch orientierten Gesuchen – wie beim Golf – ein Handicap, d.h., wenn immer möglich ein spezielles Augenmerk. Viele solche Anstren- gungen, nicht zuletzt in Kreisen der klinischen Forschung in der Schweiz selber, haben die Leistungen in diesem Gebiet, die noch vor 19 Jahren in einer OECD-Studie recht kritisch beurteilt wurden, in den letzten Jahren neu auf den weltweit sehr beachtlichen 11. Platz in der CEST-Impact-Studie emporgehoben. Weitere Initiativen werden aber nötig, um den Schwung, der sicher auch direkt aus der medizinischen 6

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