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Cloettapreis_2004_Nr_32

VORWORT Prof. Max M. Burger Präsident des Stiftungsrates Im Rahmen des 30-jährigen Bestehens unserer Stiftung galt die letzt- jährige Preisverleihung ausnahmsweise einer Rückschau über das Erreichte. Diesmal ist es Zeit, sich nach einer derartigen Nabelschau wieder mit den Zukunftsproblemen der biomedizinischen Forschung zu beschäftigen. Bei der Abwägung unserer Forschungsstellengesuche wie auch bei der Preiszusprache stossen wir immer wieder auf das Problem, dass der Vergleich zwischen der grundlagenorientierten Forschung und der patientenorientierten klinischen Forschung auf Grund von biblio- metrischen Unterlagen in den letzten Dezennien stets schwieriger geworden ist. Dasselbe gilt auch für andere Preiskomitees. So wurde und wird der Nobelpreis für Medizin und Physiologie und Medizin nur ganz selten für patientenbezogene klinische Forschung verliehen. Das Problem ist nun aber keineswegs den Preiskomitees vorbehalten. Die Forschungsförderung der beiden Sparten der Biomedizin kämpft mit denselben Schwierigkeiten. So haben Mike Bishop und Hal Varmus kürzlich die Leitung grösserer medizinischer Zentren übernommen, der eine als Chancellor der University of California in San Fransisco, der andere als Direktor des Memorial-Sloan-Kettering-Krebszentrums in New York, und beide haben sich als eine der Hauptaufgaben die Förderung der patientenbezogenen klinischen Forschung auf ihre Fahnen geschrieben. Mike Bishop hat mir kürzlich anlässlich einer Evaluierung des Dana-Farber-Krebsinstituts der Harvard-Universität eingestanden, dass er zurzeit den grössten Teil seiner «administrativen Denkzeit» diesem Thema zuwende. Vor wenigen Wochen kam die Stiftung der American Cancer Society (ACS) im Rahmen eines kleinen Think-Tank-Meetings zum Schluss, alles zu unternehmen, um junge klinische Forscher mit einem neuen Programm teil- oder zeitweise vom klinischen Routinebetrieb zu 5

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